30.01.2026 –, K89 – Diskussion
Nicht erst seit den Recherchen zu Till Lindemann und Stefan Gelbhaar wird im Journalismus intensiv über eidesstattliche Versicherungen diskutiert. Dabei geht es um ihre rechtliche Einordnung und ihre Aussagekraft als Mittel der Wahrheitsfindung. Was kann mit eidesstattlichen Versicherungen tatsächlich belegt werden? Welches Gewicht messen Gerichte ihnen bei und welche Folgen ergeben sich für die Beteiligten – und den Quellenschutz? Anhand konkreter Fälle werden die Hürden für Journalistinnen und Journalisten und die möglichen straf- oder äußerungsrechtlichen Konsequenzen für Quellen aufgezeigt.
Moderation: Sebastian Erb
Sebastian Erb ist seit Mai 2023 Redakteur im Ressort Investigative Recherche der Süddeutschen Zeitung in Berlin. Davor arbeitete er als Investigativreporter bei der taz. Er beschäftigt sich vor allem mit Themen der inneren Sicherheit, MeToo und zuletzt auch internationalem Wildtierhandel. Seine Recherchen, vor allem zu Rechtsextremismus in Bundeswehr und Polizei, wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit Platzierungen beim Wächterpreis, dem Otto-Brenner-Preis und dem „Langen Atem“. Zweimal war er Mitglied des "Team des Jahres" des Medium Magazins. Er gibt Seminare zu investigativer Recherche, unter anderem an der Deutschen Journalistenschule, seiner alten Ausbildungsstätte. Fact-Checking macht er auch gerne offline: Er hat den angeblich kürzesten Fluss der Welt nachgemessen und gewann mit der Bühnenversion der Recherche den ersten Berliner Reporterslam.
Maria Christoph arbeitet als Investigativjournalistin für die Firma “paper trail media”, die in Deutschland mit SPIEGEL und ZDF kooperiert. Dort befasst sie sich mit Themen wie Machtmissbrauch, Big Pharma und dem Krieg in Gaza. Bis Mai 2022 war sie als freie Reporterin in Wort, Bild und Ton u.a. für SPIEGEL, ZEIT und den Bayerischen Rundfunk tätig. Für ihre Recherche zu Arbeitsbedingungen in der Sternegastronomie erhielt sie unter anderem den Axel-Springer-Preis, den Helmut Schmidt Journalistenpreis und den Deutschen Journalistenpreis. Die Jury des "medium magazin" wählte sie aktuell unter die Top 10 Journalist:innen des Jahres in der Kategorie "Reportage national".
Thorsten Feldmann ist seit 2000 Rechtsanwalt und seit Januar 2026 Partner bei JBViniol. Nach seinem Studium in Saarbrücken und Los Angeles sowie seinem Referendariat in Berlin ist er seit 2007 Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht. Er berät deutsche und internationale Unternehmen in den Bereichen Technologie, Medien und Kommunikation.
Dr. Stefanie Schork ist auf dem Gebiet des Presse-, Medien- und Strafrechts als Rechtsbeistand, Kommunikations- bzw. Krisenberaterin und Verteidigerin tätig. Sie berät und vertritt Betroffene auf allen Seiten und einen Verlag. Sie publiziert regelmäßig zu strafrechtlichen und äußerungsrechtlichen Themen und bearbeitet Ehrschutzdelikte in dem NOMOS Kommentar Medienstrafrecht. Alle vier Wochen hat sie über aktuelle Rechtsfragen in ihrer Kolumne "Vor dem Gesetz" in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung geschrieben.
