30.01.2026 –, K89 – Diskussion
Welche Informationen dürfen Medien und Staatsanwaltschaften über mutmaßliche Täter:innen, Straftaten und laufende Ermittlungsverfahren veröffentlichen, und wo liegen die rechtlichen Grenzen? Wie können Medien über eingestellte Ermittlungen berichten?
Anhand aktueller presserechtlicher Beispiele diskutiert Markus Sehl gemeinsam mit Stefanie Schork, Melina Traumann und Oliver Srocke über Spielräume, Risiken und Anforderungen an eine verantwortungsvolle Berichterstattung über strafrechtliche Sachverhalte.
Moderation: Markus Sehl
Oliver Srocke ist Fachanwalt für Medien- und Urheberrecht. Er berät und vertritt seit vielen Jahren Verlage, Medienhäuser und TV-Anstalten in presserechtlichen Auseinandersetzungen, Er hat zahlreiche Verdachtsberichterstattungen z.B. des SPIEGEL oder des STERN vor Gericht verteidigt.
Markus Sehl ist Jurist und Journalist. Er arbeitet als Stellvertretender Chefredakteur für Legal Tribune Online. Spezialisiert ist er auf die Themen Justiz, Rechtsstaatlichkeit und innere Sicherheit. Als Autor schreibt er auch für Die Zeit.
Dr. Stefanie Schork ist auf dem Gebiet des Presse-, Medien- und Strafrechts als Rechtsbeistand, Kommunikations- bzw. Krisenberaterin und Verteidigerin tätig. Sie berät und vertritt Betroffene auf allen Seiten und einen Verlag. Sie publiziert regelmäßig zu strafrechtlichen und äußerungsrechtlichen Themen und bearbeitet Ehrschutzdelikte in dem NOMOS Kommentar Medienstrafrecht. Alle vier Wochen hat sie über aktuelle Rechtsfragen in ihrer Kolumne "Vor dem Gesetz" in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung geschrieben.
Melina Traumann ist Oberstaatsanwältin und seit November 2024 Pressesprecherin bei den Hamburger Staatsanwaltschaften.
